„Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ – Gewaltschutz für Frauen mit Behinderungen endlich konsequent umsetzen
Am 5. Mai machen jedes Jahr zahlreiche Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit Unterstützer*innen auf weiterhin bestehende diskriminierende Lebens- und Arbeitsbedingungen aufmerksam. Der Protesttag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“ und unterstreicht die Notwendigkeit, Teilhabe konsequent zu sichern und Rechte vollständig umzusetzen.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der autonomen Frauennotrufe Rheinland-Pfalz (LAG) nimmt diesen Tag gemeinsam mit dem Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz e.V. und KOBRA – der Koordinations- und Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz – zum Anlass, auf die Themen (sexualisierte) Übergriffe und Gewalt an Mädchen* und Frauen* mit Behinderungen aufmerksam zu machen und sich gemeinsam für wirksamen Gewaltschutz einzusetzen.
Die beteiligten Organisationen fordern den konsequenten Abbau struktureller Barrieren und einen verbindlichen Ausbau von Schutz- und Unterstützungsstrukturen. Dazu gehören insbesondere:
- verpflichtende Schulungen für Fachkräfte in Einrichtungen der Behindertenhilfe,
- verbindliche Gewaltschutzkonzepte in allen Einrichtungen,
- strukturelle Verankerung von Gewaltschutz in Finanzierung und Vereinbarungen,
- regelmäßiges Monitoring und unabhängige Evaluation,
- verlässliche Ressourcen für Fach- und Beratungsstellen,
- der Ausbau landesweiter Netzwerke sowie
- die verbindliche Beteiligung von Selbstvertretungen von Menschen mit Behinderungen.
„Gewaltschutz darf kein optionales Zusatzthema sein. Er muss ein verbindlicher Bestandteil der Strukturen in Einrichtungen werden“, betonen die Expertinnen der LAG der Frauennotrufe Rheinland-Pfalz.
Die vollständige Pressemitteilung steht hier als PDF zur Verfügung: